Volksschule Kottingbrunn im Bestand weiterbauen
Die VS Kottingbrunn zeigt, wie ein altes Schulhaus wieder zukunftsfit wird: Dabei wird genutzt, was da ist, neu verknüpft und an den richtigen Stellen ergänzt.
Bestandsentwicklung | für Bildungseinrichtungen | Reorganisation
Umsetzung durch klammer zeleny architekten, Foto (c) Elena Henrich
„Die nebeneinander existierenden Raum-Systeme für den Vormittag und den Nachmittag wurden intelligent verknüpft und dadurch viel mehr Nutzungsoptionen für die Kinder, die Pädagogik und uns als Gemeinde geschaffen", so Wolfgang Haas, Projektinitiator der Phase 0 und Gemeinderat in Kottingbrunn.
In einem intensiven, dreitägigen Beteiligungsprozesses entwickelte nonconform ein Gesamtbild mit klaren Raum-Strategien, die den Bestand zukunftsfit machen. Bei weniger Ressourceneinsatz werden gleichzeitig Mehrwerte generiert.
Ein gemeinsames Herz, Marktplätze, integrierter Ganztag, Flexibilität und Mehrfachnutzung sowie zonierte Freiräume mit unterschiedlichen Qualitäten und ein autofreier Schulvorplatz als Begegnungsort wurden zu den Grundpfeilern der baulichen, organisatorischen, freiräumlichen und pädagogischen Veränderung.
„Der Prozess hat nicht nur Ideen geliefert, sondern auch Beziehungen gestärkt: Zwischen Schule, Gemeinde, Vereinen und vielen engagierten Menschen ist ein echter Teamspirit entstanden – und der hat vieles beschleunigt.“
Oana Stancioiu, Projektleitung
Die Schule in Kottingbrunn zeigt, wie frühzeitige Beteiligung Wirkung entfalten kann – inhaltlich, räumlich und menschlich.
Die in der Ideenwerkstatt entwickelten Konzepte wurden vom Büro Klammer Zeleny Architekten und dem Büro korbwurf landschaftsarchitektur weiterentwickelt und als eine lichtdurchflutete Schule, die mit dem Freiraum verwoben ist und eine zeitgemäße Pädagogik ganz selbstverständlich unterstützt, umgesetzt.
Foto (c) Markus Gruber
Fact Sheet: Volksschule Kottingbrunn im Bestand weiterbauen
Auftraggeber
Gemeinde Kottingbrunn
Auftragsumfang
Phase 0, Beratung der Jury im Wettbewerbsverfahren
Größenordnung
Volksschule und Hort mit 425 Kindern, pädagogisch-räumlicher Umbau BGF 2.960 m², technische Sanierung BGF 1.600 m², Ergänzungsbau BGF 1.300 m²
Zeitraum
2021-2024
Beteiligte
Schulleitung, Pädagog:innen, Schüler:innen, Schulpersonal, das Hort Team, Eltern, Vereinsvertreter:innen, Bürger:innen, Gemeinderat, Bürgermeister
Planung
Team
Oana Stancioiu (PL), Johanna Treberspurg (Pädagogik), Astrid Erhartt-Perez, Katharina Forster, Christof Isopp
Spezifikation
- Räumliches Organisationsmodell
- Organisationskonzept mit pädagogischer Ausrichtung
- Kinderpartizipation
- Raumreduktionsplanung im Schulbau