Smart wachsen in Konstanz

In unmittelbarere Nähe des Bodensees bieten die Christiani-Wiesen großes Potential, um ein Stück Stadt weiterzuentwickeln. Dafür war ein innovativer Prozess im Austausch mit Bürger:innen, Planer:innen, diversen Akteur:innen und universitären Einrichtungen gefragt.

Kategorie

für Öffentliche | Quartiersentwicklung | Räumliches Zukunftsbild

Für die künftige Entwicklung der Stadt sollte ein neues Verfahren zur Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs geschaffen und am Modell Christiani-Wiesen getestet werden: Gemeinsam mit Bürger:innen, Akteur:innen der Stadt und drei internationalen Planungsteams sollte ein mutiger Zukunftsentwurf gelingen.

Aufbauend auf dem von der Hochschule Konstanz wissenschaftlich erarbeiteten Werkzeugkoffer LexiKON wurden in einer dreitägigen Akteur- und Planer:innenwerkstatt gemeinsam die Rahmenbedingungen für das Modellquartier Christiani-Wiesen definiert.

Drei interdisziplinäre Planer:innenteams entwickelten im engen Austausch mit Akteur:innen sowie der Bürgerschaft ganzheitliche städtebauliche Konzepte als Beiträge eines kooperativen Wettbewerbsverfahrens. Der Fokus lag auf der effizienten Flächennutzung und der möglichen Übertragbarkeit auf zukünftige Entwicklungsgebiete.

Die moderierte, öffentliche Jurysitzung, die nach einer vierwöchigen Überarbeitungszeit stattfand, war ein Pilotvorhaben mit größtmöglicher Transparenz.

In die Entscheidungsfindung wurde, neben den Sach- und Fachjuror:innen, auch die Bürgerschaft eingebunden. In Sachfragen berieten Vertreter:innen der Akteur:innengruppen gemeinsam mit Sachverständigen aus der Verwaltung. Als Gewinner ging das Architekturbüro feld72 aus Wien mit Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Berlin/Hamburg hervor.

Fact Sheet: Smart wachsen in Konstanz

Auftraggeber

Stadt Konstanz

Fördergeber

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Auftragsumfang

Stakeholder:innen-Beteiligung, Verfahrensbegleitung

Größenordnung

Baufeld mit ca. 10.000 m²

Zeitraum

2017–2018

Beteiligte

Stadtvertreter:innen, Bürger:innen, Planer:innen, institutionelle Akteur:innen, Hochschule Konstanz, Fraunhofer IAO

Team

Anne Krämer (PL), Maria Isabettini (PL), Roland Gruber, Christina Kragl, Peter Nageler, Johanna Treberspurg, Sabine Zwirchmair

Spezifikation

  • kooperatives städtebauliches Planungsverfahren
  • gemeinwohlorientierte Entwicklung