Campus neu gedacht
Die Fachhochschule Vorarlberg wächst kontinuierlich. Um dieses Wachstum am Standort Dornbirn zu bündeln, setzt sie auf die Weiterentwicklung des Bestands – durch Sanierung, Erweiterung und Aufstockung – und minimiert dabei die zusätzliche Flächenversiegelung.
Bestandsentwicklung | für Bildungseinrichtungen | Reorganisation
Unter Einbindung der gesamten Hochschul-Gemeinschaft wurden die Räumlichkeiten der FH Vorarlberg gedanklich neu geordnet und die Organisationseinheiten nach funktionalen Zusammenhängen einer moderne Arbeitswelt angeordnet.
nonconform begleitete den Reorganisationsprozess von den ersten konzeptionellen Überlegungen bis zur Einrichtungsplanung und Besiedlung der umgestalteten Gebäude. Entscheidend war dabei ein tiefes Verständnis dafür, wie der komplexe Organismus der Fachhochschule funktioniert und wie dort gearbeitet und geforscht wird.
Herausforderung war die intelligente Ergänzung des gewachsenen FH-Gebäudeensembles sowie die optimale Nutzung und funktionale Neuorganisation bestehender Flächen. Unter breiter Beteiligung der Belegschaft entstand an zwei intensiven Tagen ein Raum- und Funktionsprogramm als Grundlage für die Wettbewerbsausschreibung.
„Das Spannungsfeld zwischen dem traditionellen und dem zukünftigen Lehren, Lernen bzw. Forschen stellt Anforderungen an eine flexible und wandelbare Raumgestaltung. Hierfür wurden Gestaltungsleitlinien erarbeitet, die unterschiedlichen Zonen schaffen und persönliche Begegnungen fördern.“
Mag. Dr. Heidrun Schöch, Leitung Qualitätsmanagement
Ein zukunftsfähiges, gemeinsam entwickeltes Nutzungskonzept ordnet Fach- und Forschungsbereiche neu, stärkt Zusammenarbeit, schafft Synergien und reduziert durch effizientere Flächennutzung den Bedarf an Quadratmetern.
Der Prozess optimierte die Flächennutzung sozial, funktional und räumlich, stärkte den Standort und schuf flexible Innen- und Außenräume. Die partizipativ entwickelte Arbeitswelten entsprechen New Work-Standards. Das neue Café Campus und begrünte Außenräume fördern Austausch, Identität und Aufenthaltsqualität.
Fact Sheet: Campus neu gedacht
Auftraggeber
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Auftragsumfang
Stakeholder:innen-Beteiligung, Raumprogramm, Auslobungsunterlagen, Wettbewerbsbegleitung in beratender Rolle, Begleitung der Phase 0, Arbeitsplatzorganisation- und gestaltung
Publikationen
Größenordnung
10.000 m2 Nutzfläche, 1700 Studierende, 217 Arbeitsplätze
Zeitraum
2018 – 2022
Beteiligte
Vertreter:innen aus Lehre, Verwaltung, Forschung, Campus-Service, Gebäudemanagement, Architekt:innen
Planung
Architekten Neubau und Sanierung: Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH
Architekten Aufstockung FHV Hochschulstraße: Walser + Werle ZT GmbH
Team
Johanna Treberspurg (PL), Julia Bernauer-Puchegger (PL), Caren Ohrhallinger, Katharina Forster
Spezifikation
- Arbeitswelten
- Campus
- New Work
- Wettbewerbsbegleitung
Fotocredits
Orthofoto (c) google maps, rhomberg | FHV