Aufgabe

Die Stadtgemeinde Leoben ist von ihrem historischen Stadtkern geprägt: Rund um den großen Hauptplatz und in kleinen Nebengassen reihen sich prachtvolle Gebäude aneinander. Der nördliche Bereich des Hauptplatzes und angrenzende Fußgängerstraßen sind vor allem durch Handel und Gastronomie belebt, das Einkaufszentrum LCS ist ein wichtiger Frequenzbringer für die Innenstadt.

Leoben sieht wie viele andere Städte auch Herausforderungen auf sich zukommen: Mit der Digitalisierung, Trends zum Online-Shopping und neuen Anforderungen an den öffentlichen Raum verändern sich Städte. Klassischer Handel in der Erdgeschoßzone steht immer mehr unter Druck, zunehmend säumen Leerstände die eher weniger frequentierten Straßen. Die Stadtgemeinde will Zeichen setzen und gemeinsam mit den Leobenerinnen und Leobenern Ideen für die Erhaltung der Innenstadt als belebten Stadtraum sammeln. Im Jahr 2020 finden verschiedene Aktivitäten statt, bei denen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen zur langfristigen Belebung der Innenstadt erarbeitet werden.

Machen Sie mit und gestalten Sie die Zukunft Ihrer Innenstadt!

Ge[h]spräche

Sie sind die Expertinnen und Experten für Ihre Stadt! Deswegen lud das Team von nonconform gemeinsam mit dem Bürgermeister zu gemeinsamen Stadtspaziergängen ein, um in Ge[h]sprächen mehr über Ihre Perspektive und Gedanken zur Innenstadt zu erfahren. Was ist gut und wo gibt es noch etwas zu tun? Welche Ideen haben Sie für die Innenstadt?

Freitag, 15. November 2019
Mit dem ersten Spaziergang durch die Innenstadt startete  der Prozess zur Ideenfindung. Rund 20 Personen nahmen die Gelegenheit für ein Ge[h]spräch mit dem Bürgermeister und dem Team von nonconform wahr. Gemeinsam wurden der Hauptplatz, Geschäftsflächen, wichtige Verkehrspunkte und der Stadtpark besichtigt. Die Leobenerinnen  und Leobener erzählten dabei von ihren persönlichen Wahrnehmungen und Anregungen für die Stadtentwicklung.

Belebte Plätze und Höfe mit Potenzial

Das erste Ge[h]spräch endete im ehemaligen Integrationsbüro: In den leerstehenden Räumen brachten sich die Bürger*innen, Vertreter*innen der Baudirektion und der Bürgermeister zu Themen rund um die Gestaltung und Nutzung von Gebäuden, leerstehenden Flächen und öffentlichen Plätzen ein. Dabei zeigte sich, dass den Anwesenden ihre Plätze grundsätzlich sehr gut gefallen, sie halten sich gerne am Hauptplatz auf, nutzen die Einkaufsmöglichkeiten dort und freuen sich über zufällige Begegnungen mit Bekannten. Auch die Qualitäten und das Potenzial von innerstädtischen Innenhöfen für Veranstaltungen oder Führungen wurden betont.

Verkehrsberuhigung und attraktive fußläufige Verbindungen

Gleichzeitig ist der Wunsch nach Verkehrsberuhigung und nach attraktiveren Wegeführungen zu Fuß und mit dem Rad im gesamten innerstädtischen Gebiet groß. Maßnahmen wie die bereits bestehenden Fußgängerzonen werden begrüßt – dass sich Autofahrer Stadtraum wieder zurückholen, sei eine unerwünschte Entwicklung. Themen wie Ladetätigkeiten, kostenpflichtiges Parken und das Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmenden wurden diskutiert.

Die fußläufigen Verbindungen zwischen dem Hauptplatz als belebtem Innenstadtbereich und dem Stadtpark als zentrumsnahen Erholungsraum, den es aufzuwerten gilt, entwickelten sich zu einem Kernthema des Gespräches. Um diese Verbindungen besser nutzen zu können, müssten die bestehenden Durchgänge präsenter und attraktiver werden. Ebenso wurde auch über die Verbindungen zum Hauptplatz seitens der Mühltaler Straße gesprochen. Dabei wurde auch die Attraktivierung der Erdgeschosszone thematisiert.

Freitag, 28. Februar 2020
Rund 25 Personen nahmen die Gelegenheit für das zweite Ge[h]spräch wahr, bei dem das Augenmerk auf dem Thema Verbindungen lag: Wie bewegt man sich zu Fuß oder mit Rad rund um den Hauptplatz fort? Welche Verbindungen zum Hauptplatz werden genutzt? Wo gibt es den Bedarf, Wege attraktiver, präsenter oder auch sicherer zu gestalten? Mit diesen Fragestellungen im Hinterkopf begab sich die Gruppe vom Leobener Hauptplatz ausgehend auf einen Spaziergang zu nahegelegenen Freiräumen und zentrumsnahen Parkmöglichkeiten. Mit einem bewussten Blick auf die direkte Umgebung wurden Erkenntnisse gesammelt. Nach der gemeinsamen Begehung wurden die Beobachtungen und Essenzen in einem leerstehenden Geschäftslokal am Hauptplatz besprochen, in das bald wieder Leben einziehen soll. Es zeigte sich, dass der Wunsch nach verstärkter Verkehrsberuhigung in der Innenstadt bei den BürgerInnen groß ist, um das Zufußgehen und Radfahren angenehmer zu machen. Gleichzeitig wurde klar, dass so manch bestehende Verbindung wenig frequentiert wird. Einige Ideen, wie diese Wege unter der Einbindung von PrivateigentümerInnen möglicherweise attraktiver gestaltet werden könnten, wurden gesammelt. Auch Potentialflächen als künftiger Begegnungsort mit Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum wurden thematisiert. Seitens der Stadt wurde bekanntgegeben, dass bereits einige Projekte zur Stärkung von Radwegeverbindungen und Aufenthaltsflächen an der Mur in Planung sind.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme bei der Ideenwerkstatt!

 

Aufgrund von Corona wird der für das Frühjahr 2020 angedachte Prozess verschoben. Weitere Informationen folgen. 

Online Forum

Auch online können Sie Ihre Ideen und Anregungen über den gesamten Zeitraum teilen: Bringen Sie sich in die Diskussion ein und erzählen Sie uns, wie Sie sich als Expertinnen und Experten für Leoben die Zukunft der Innenstadt vorstellen!

 

Was ist Ihnen für die Zukunft der Innenstadt wichtig?

Wie bewegen Sie sich durch die Innenstadt und was fällt Ihnen dabei auf?

Was könnte zukünftig in leerstehenden Geschäftslokalen passieren?

Wie sieht Leoben 2030 aus, wie 2050?

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