Der Krapfeneffekt

Aus Donuts müssen Krapfen werden!
mehr

Was ist der Krapfeneffekt?

 

Seit Jahren kämpfen unsere Städte und Dörfer mit dem Phänomen der aussterbenden Ortskerne. Vor den Türen der Gemeinden werden Einkaufszentren und Wohnsiedlungen angelegt, die alten Ortskerne verstummen. Im schlimmsten Fall entsteht durch die fehlende Aktivitäten Leerstand in ehemals lebendigen Zentren. Man spricht vom Donut-Effekt und der frisst die Ortskerne leer. Wenn es darum geht, ein Ortszentrum wachzuküssen, müssen nicht nur neue Aktivitäten ins Zentrum gebracht werden sondern ist auch ein Perspektivenwechsel und langer Atem der politische handelnden Personen notwendig. Der Ortskern muss wieder zu einem Testlabor für eine vitale Zukunft werden. Wir müssen einen Krapfen-Effekt erzeugen und in das Loch in der Mitte unserer Orte müssen wieder süße Marillenmarmelade und andere, innovative Füllungen kommen. Das Süßeste, die Fülle des Lebens, muss in die Mitte zurück.

Von der Fabrik zum Begegnungszentrum in Bad Berleburg

Das am Rande des Rothaargebirges in Südwestfalen malerisch gelegene Dorf Bad Berleburg entschied sich 2014 dafür, das Gelände einer ehemaligen Schuhleistenfabrik im Ortsteil Arfeld zu nutzen, um ein Begegnungszentrum zu schaffen.

Frischer Wind für die Mitte von Ruhstorf

Die niederbayrische Gemeinde Ruhstorf hat einen mutigen Schritt getan und ist als Kommune in Vorleistung gegangen: Durch den Erwerb einer jahrelang leerstehenden Immobilie inmitten des Ortskerns, sollte der vielfältigen und qualitätsvollen Entwicklung des Zentrums eine neue Dynamik verliehen werden.

Wie entsteht der Krapfeneffekt?

 

Damit der „Krapfen-Effekt“ eintritt, also das süße Leben wieder in die Ortszentren zurückkehren kann, ist ein umfassendes Bündel an Maßnahmen und vor allem  Rückgrat und Ausdauer der handelnden Personen vor Ort nötig.

 

1. Innenentwicklung vor Außenentwicklung
An oberster Stelle steht das Bekenntnis von Politik und Verwaltung zur Devise „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. Das bedeutet: volle Konzentration auf die Stärkung der Ortsmitten und die Potentiale der Nachverdichtung im Bestand und klare Absage an die Zersiedelung im Speckgürtel, die „den Donut“  befördert.

 

2. Innovative Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Bürgerschaft mit mutigen Beteiligungsprozessen zum gemeinsamen Weiterdenken zu motivieren und mit ihr eine Vielzahl an Ideen gemeinsam zu entwickeln, ist ein entscheidender Schritt in Richtung eines umfangreichen Raumrezeptes, mit dem sich am Ende die ganze Gemeinde wohlfühlt.

 

3. Installierung eines Zentrumskümmerers
Es hat sich gezeigt, dass für eine erfolgreiche Zentrumsbelebung eine sogenannte Kümmererperson benötigt wird, die dafür Sorge trägt, dass die im Masterplan vorgesehenen Projekte bedarfsorientiert und zeitgemäß umgesetzt werden.

Ein Kümmerer für Trofaiach

Was passiert nach einer Ideenwerkstatt? Wie wird gesichert, dass die Ideen und gemeinsam entwickelten Konzepte auch umgesetzt werden und keine Wunschträume bleiben? Die Stadtgemeinde Trofaiach ließ sich von einem Kümmerer wachküssen. Wir zeigen, wie das geht.

Ein Dorfzentrum für Mils

Was passiert, wenn man in einem Dorf in Tirol ganze zwei Tage lang 500 BürgerInnen, Architekturteams und die Gemeindevertretung an einem Ort zusammenbringt? Hier gibt’s alle Details dazu!

Ein belebter Kern für Illingen

Eine Ortsmitte in einer schrumpfenden Gemeinde neu erfinden? Das Ergebnis des gemeinsamen Entwicklungsprozesses in Illingen im Saarland zeigt, wie es funktionieren kann.

Die Herausforderung

 

Wir brauchen ein umfassendes Bewusstsein für den sparsamen und intelligenten Umgang mit Grund und Boden. Das wird zwar in vielen Papieren formuliert und gefordert, jedoch werden nach wie vor täglich durchschnittlich rund 80 Hektar in Deutschland bzw. 20 Hekar in Österreich verbaut, was mit 100 Fußballfeldern in Deutschland bzw. 30 Fußballfeldern in Österreich gleichzusetzen ist.

 

Trotz hohem Leerstand in gut erschlossenen Ortskernen werden die meisten dieser neuen Einfamilienhaus- oder Gewerbegebiete in flächenverbrauchenden, neuen Baugebieten am Ortsrand umgesetzt. Es wäre jedoch wesentlich klüger und vor allem auch ressourcenschonender, unsere verödeten Orts- und Stadtzentren mit kreativen und zeitgemäßen Formen von Wohnen, Arbeiten, Handel und Freizeit zu beleben, vorhandene Gebäude und Flächen zu nutzen, umzubauen, weiter zu bauen oder, wo noch Platz ist, neu zu bauen. Diese kompaktere Bauweise und höhere Dichte sowie die dabei entstehenden Nutzungsdurchmischungen sind essentiell für den Sozialraum der Menschen und auch für ein intaktes Ortsbild. Und sie dämmen den Flächenverbrauch ein.

Das Wunder von Fließ

In Fließ entstand durch einen Architekturwettbewerb mit Öffentlichkeitsbeteiligung ein einzigartiges Projekt im Ortszentrum. Gelungen ist das durch ein transparentes Verfahren und ein zweitägiges Hearing mit der Bevölkerung vor Ort.

Bereits drei Jahre nach der Ideenwerkstatt wurde die Eröffnung gefeiert.

Trofaiach: ein wachgeküsster Ort

Von der Ideenwerkstatt zum Innenstadtkümmerer November 2018 – Trofaiach ist eine Kleinstadt im Bezirk Leoben und kämpft wie so viele Industrieregionen gegen Abwanderung und einen verödeten Ortskern – etwa 30 Leerstände zierten noch im Jahr 2015 die einst belebte...

Die Ortskernkonferenz

 

Aus Donuts müssen Krapfen werden. Seit Jahren kämpfen unsere Städte und Dörfer mit dem Phänomen der aussterbenden Ortskerne. Wir kümmern uns um die Orts- und Stadtkerne und laden all jene zum Austausch ein, die die süße Fülle zurück in die Ortszentren bringen wollen.

Ortskernkonferenz

Pressestimmen zum Krapfeneffekt

BRAND EINS ZUM DONUT-DILEMMA

DER FALTER ZU TROFAIACH

DIE ZEIT ZU TROFAIACH

NONCONFORM ZU MILS

NEXTROOM ZU MILS

DER STANDARD ZU FLIESS

WESTFALENPOST ZU ARFELD

PASSAUER NEUE PRESSE ZU RUHSTORF

Copy link