Bildungszentrum Pestalozzi Leoben
Die steirische Mittelstadt Leoben ist der Prototyp einer österreichischen Stadt, die durch den Strukturwandel von Schrumpfungen betroffen ist – das stellte auch neue Anforderungen an die Bildungslandschaft.
Kategorie
Bestandsentwicklung | für Bildungseinrichtungen | Reorganisation
Auszeichnung | Zertifizierung
- Anerkennung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ 2017
- Energy Globe Styria Award 2017 in der Rubrik Jugend
- Nominierung zum ÖGUT Umweltpreis 2016
Die Stadt Leoben erkannte, dass sie ein neues Schulstandortkonzept für die nächsten Jahrzehnte entwickeln musste. nonconform (jetzt co-form) wurde gemeinsam mit Michael Zinner von schulRAUMkultur beauftragt, die drei Pflichtschulen Volksschule Donawitz, Neue Mittelschule Pestalozzi und Polytechnikum Göss im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Pestalozzi-Hauptschule räumlich zusammenzuführen.
Um die Reorganisation innerhalb eines gemeinsam genutzten Gebäudes gut durchzudenken, wurde die gesamte Schulgemeinschaft durch nonconform intensiv eingebunden – Schüler:innen, Pädagog:innen, Nachmittagsbetreuer:innen und Schulleitungen ebenso wie Eltern und Facility Management.
Gestartet wurde mit einem breiten Beteiligungsprozess zur Konzeption, aber auch während der Planung wurde die Kommunikation mit den Nutzer:innen durch nonconform (jetzt co-form) aufrechterhalten. Einführungsworkshops in der Aneignungsphase sowie eine mehrmonatige Nachbetreuung unterstützten das Lehren und Lernen in den neuen Räumlichkeiten.
„Die Klassen öffnen sich zu den Gängen. Man wird hören, was in den Klassen passiert. Es werden auch Schüler:innen am Gang sein, die trotzdem am Unterricht teilnehmen. Das wird eine komplett neue Unterrichtsform und eine neue Art für die Schüler:innen, wie der Unterrichtsstoff gelehrt werden kann.“
Paul Neugebauer, Direktor Polytechnische Schule im Bildungszentrum Pestalozzi Leoben
Aus den ökonomischen Nöten wurden pädagogische und schulkulturelle Tugenden. Die Ideenwerkstatt bildete den Beginn des Zusammenwachsens von drei Schulen und vielen Menschen, die sich bis dahin größtenteils nicht kannten.
Synergien ermöglichen Raumnutzungen abseits des Standardklassenzimmers und maximieren die nutzbaren Flächen. Das gemeinsame Arbeiten von Lehrkräften und Schüler:innen unterschiedlicher Schultypen und Altersstufen wird ermöglicht und gefördert. Dadurch ist ein fließender Übergang zwischen den Schulformen möglich.
Fact Sheet: Bildungszentrum Pestalozzi Leoben
Auftraggeber
Stadtgemeinde Leoben
Auftragnehmer
nonconform zt gmbh (jetzt co-form zt gmbh)
Auftragsumfang
Beteiligungsprozess, Entwurf, Ausführungsplanung, Künstlerische Oberleitung
Publikationen
Größenordnung
3 Schulen, 21 Klassen, 36.000 Dachziegel, 124 km Kabel, 1.600 Kabel
Zeitraum
2013 - 2016
Beteiligte
Auftraggeber:in, Pädagog:innen, Schüler:innen
Team
Caren Ohrhallinger (PL), Katrin Dielacher (PL), Johanna Treberspurg (PL), Katharina Forster, Andrea Kessler, Jiri Koten, Marie Lichtenwagner, Julia Oberhofer, Carina Sacher, David Schiefer, Elly van der Bloemen, Michael Zinner (extern)
Spezifikation
- Bestandstransformation
- Gemeinsame Lernlandschaft
- Synergien zwischen Schulformen
- Partizipativer Planungsprozess
Kooperation
Fotocredits

