Präsentation des Ergebnis

montessori-schule würzburg

was ist das für eine schule?

Die Schule in der deutschen Stadt Würzburg ist, wie alle Montessori-Einrichtungen, Teil des Montessori Trägervereins Würzburg e. V.. Der Verein wurde 1991 gegründet und ist seither um unzählige Einrichtungen für Kinder und Jugendliche gewachsen. Neben Schulen und Kindergärten werden auch Waldkindergärten und Kinderhäuser angeboten. In Würzburg ist die Montessori-Schule im Kloster Oberzell untergebracht. Sie führt aktuell 16 Klassen mit etwa 320 Schülerinnen und Schülern.

warum braucht das gebäude eine veränderung?

Im Laufe der letzten Jahre wurde die Privatschule auf pädagogischer Ebene stetig weiterentwickelt. Das alte Gebäude kann nun den veränderten Anforderungen nicht mehr länger gerecht werden und soll an die wachsenden Schülerzahlen angepasst werden. Das Ergebnis soll möglichst nutzungsoffen sein, um auch in Zukunft auf Bedarfsänderungen reagieren zu können. Außerdem will man die Klassen der Fachoberschule, die sich zurzeit in der Würzburger Innenstadt befindet, ebenfalls ins Kloster integrieren. Um diese Erweiterung möglich zu machen, wird ein lehrstehendes Nachbargebäude umgebaut, um den gesamten Gebäudekomplex zu vergrößern.

Die Gebäude der Montessori Schule Würzburg im Kloster Oberzell von außen
Die Montessori-Schule wird um das Nachbargebäude erweitert. Hier soll die Fachoberschule einziehen.

wer durfte bei der ideenwerkstatt mitreden?

Sämtliche Personen aus dem Montessori-Netzwerk hatten die Möglichkeit an der dreitägigen nonconform Ideenwerkstatt im Juni 2015 teilzunehmen. Das gesamte pädagogische Team, SchülerInnen, Eltern, die Eigentümer der Gebäude, das beauftragte Architekturbüro und alle weiteren Interessierten äußerten ihre Wünsche und Bedürfnisse. Das offene Ideenbüro von nonconform wurde in dieser Zeit direkt in der Mensa der Schule eingerichtet. Auf diese Art konnten die Räume erforscht und der vor Ort gelebte Schulalltag kennengelerntwerden. Durch die Beteiligung der Klostereigentümer und des zuständigen Architekturbüros an den Workshops konnten  spezifische Informationen zum Standort und der Schule geteilt und notwendiges Hintergrundwissen eingebracht werden.

Kinder begutachten ein Modell vom Schulgebäude.
Im Ideenbüro: SchülerInnen nehmen ihre Schule genau unter die Lupe.

wie sieht die gemeinsame vision aus?

Gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitete nonconform in der dreitägigen Ideenwerkstatt in Würzburg eine mehrstufige Vision. So wurde die Zukunft der Schule mit Weitblick entwickelt. Wichtig war es, die Schule zu einem Lebensraum für alle werden zu lassen. Dabei ging es vor allem darumfließende Übergänge zwischen den Einrichtungen und Schulen und ein zeitgemäßes Lern- und Lebensumfeld zu schaffen, sowie Ganztagsbetreuung und Barrierefreiheit zu ermöglichen. Durch den partizipativen Entwicklungsprozess wurden neue Potenziale für die Zukunft der Schule sichtbar gemacht.

Das nonconform Team hat sehr schnell erkannt, wo die Problemzonen unserer Schule liegen. Sie hatten sensationelle Ideen, auf die wir als Laien nie gekommen wären.
Schulleiter Uwe Dillenz im Interview mit der Main Post

wie wird die schule künftig aussehen?

Die Fachoberschule kann wie geplant aus der Würzburger Innenstadt in das Nachbargebäude am Standort Kloster Oberzell einziehen. Im Gebäudekomplex selbst wird durch wenige gezielte Eingriffe, wie zum Beispiel die Verbesserung der Lichtverhältnisse, die Qualität im Schulalltag gesteigert. Außerdem werden die vorhandenen Zimmer so verteilt, dass die schönsten Räume gemeinsam genutzt und nicht einigen wenigen vorbehalten werden. Nach dieser Neuverteilung und den diversen Um- bzw. Zubauten der Häuser stehen allen Klassen der Montessori-Schule helle Klassenräume mit Differenzierungsmöglichkeiten auf den Lerngängen zur Verfügung. Die vormals engen und dunklen Eingangsbereiche können sich zu Orten entwickeln, die Platz zum Ankommen und Verstauen, oder sogar zum längeren Aufenthalt bieten. Der Umbau der Mensa zum Festhaus wird ebenso dazu beitragen, aus der Schule einen Lebensraum für alle zu schaffen. Durch die bodentiefen Fenster des neu entstehenden Hort-Zubaus, wird die Natur des umliegenden Geländes in den Raum integriert.

Eine Fotomontage aus der Abschlusspräsentation: Das Bestehende Gebäude wird in seinem Volumen erweitert. Die Szene wird ergänzt durch Skizzen von Menschen, die sich im Schulhof aufhalten.
Durch einen Umbau soll eine gemeinsames Festhaus entstehen © nonconform