ZUKUNFTSZENTRUM SIEDLINGHAUSEN

Sonstige Ideen

ZUKUNFTSZENTRUM SIEDLINGHAUSEN

Als „echter“ Siedlinghauser (geboren, aufgewachsen, heute noch hier wohnend, geplant: das Alter und den Lebensabend hier zu verbringen) habe ich mit meinen knapp über 60 Jahren die Entwicklungen in Siedlinghausen und auch in diesem „Zentrumsbereich“ ständig mitbekommen und in den letzten Jahren als Inhaber des Ing.-Büro Gerlach + Schmidt selbst auch ein wenig mitgeplant und mitgestaltet (Sportplatz, Tennisplatz, Park- und Veranstaltungsplatz, Bike-Parkour, zurzeit Freibad).

Die Aufgabe des Schulstandortes in Siedlinghausen stellt eine einschneidende, negative Entwicklung für den gesamten Ort und den Ortskern/Zentrum dar. Insofern gilt es für die Zukunft hier eine Entwicklung zu planen und auszuführen, die den gesamten Bereich und den gesamten Ort mit seiner Bevölkerung nachhaltig einbezieht, prägt und positiv beeinflusst.

Bei der Auswahl von Möglichkeiten ist aber auch und insbesondere darauf zu achten, dass die vorhandenen Strukturen aus Wohnbevölkerung – Dienstleistungen – Kirchlicher Einrichtung – Feuerwehr – Grundschule – vorhandene Sport- und Freizeiteinrichtungen (für die Dorfbevölkerung, Bewohner der Nachbargemeinden und Feriengäste) – ortsprägendes Vereinsleben etc. des gesamten Ortes aber auch insbesondere in diesem zentralen Bereich in Ihrer strukturellen Vielfalt erhalten bleiben, erhalten bleiben müssen. Die Strukturen dürfen keine weiteren negativen Abwertungen oder Auswirkungen erfahren – im Gegenteil, sie müssen mit einbezogen werden bzw. durch Lösungen sogar weiter aufgewertet werden. Es muss eine dauerhafte, nicht zeitlich begrenzte Lösung, die den zentralen Bereich und den gesamten Ort mit einbezieht, erzielt werden.

Aufgrund der exponierten Lage innerhalb des Ortes, des Ortskernes, in Verbindung mit der beschriebenen, bereits vorhandenen Infrastruktur und deren Nutzungen, bieten sich m.E. folgende Möglichkeiten geradezu an:

Ehemaliges Gelände und Schulgebäude

Das Schulgebäude könnte für eine stationäre und ambulante Reha-Sport-Klinik (z.B. für Orthopädie Patienten/-innen o.ä.) um-/ausgebaut ggfls. erweitert werden. Mit den bereits vorhandenen Einrichtungen wie Sportplatz, Tennisplatz, Hallenbad und Freibad sowie der direkten Anbindung an das Wander- bzw. Radwegenetz ein idealer Platz für Reha-Patienten/-innen. Bei gleichzeitiger Nutzung der vorhandenen Einrichtungen würden enorme Synergieeffekte erzielt. Die bestehenden Anlagen würden eine zusätzliche Aufwertung bei gleichzeitiger Auslastung erfahren. Des Weiteren würden die Betreiber (örtliche, ehrenamtlich tätige Vereine) durch ggfls. Nutzungsentgelte unterstützt die Anlagen zu betreiben, zu unterhalten ggfls. gemeinsam mit dem Betreiber auszubauen. Das Angebot der Reha-Klinik könnte gleichfalls von der Bevölkerung mitgenutzt werden.

Alternativ:
Alternativ könnte das Gelände und Gebäude der ehemaligen Schule für ein Schulungsgebäude von Versicherungen, Banken o.ä. mit Einbeziehung der beschriebenen, vorhandenen Einrichtungen genutzt werden.

Ehemaliges Gelände der Gärtnerei

Bei der/den o.a. Nutzung/-en des ehemaligen Geländes und Schulgebäudes käme dem Gelände der Gärtnerei eine enorm wichtige, zentrale Infrastrukturaufgabe zu. Neben der Erstellung von Wohngebäuden für Personal ggfls. zusätzlich für Patienten/-innen (Schulungsteilnehmer/-innen) sollte hier die zentrale Zufahrt und die zentralen Parkplätze entstehen. Das Gelände ist direkt von der Landesstraße L 740 „Inselstraße“ anfahrbar. Die Verbindung zum Gelände und ehemaligem Schulgebäude erfolgt mittels einer zu erstellenden Brücke über den Bachlauf „Neger“.

Der große Vorteil liegt darin, hiermit den Interessen der Wohnbevölkerung etc. im Zentrumsbereich (wie oben angeführt) absolute Berücksichtigung geschenkt zu haben. Der Zielverkehr im „neuen“ Zentrum wird auf das Minimalste reduziert und damit, die durch Autoverkehr ansonsten hier entstehenden zusätzlichen Belastungen. Der Verkehr wird weitestgehend auf den auch bislang bestehenden Anliegerverkehr begrenzt. Die vorhandenen öffentlichen und privaten Bereiche könnten dann in ihrer räumlichen Struktur (und in ihren Aufgabenfunktionen) vollkommen erhalten bleiben. Sie sollten lediglich, bei einer ohnehin aus baulicher Sicht jetzt schon erforderlichen Sanierung, eine Umgestaltung und Modernisierung in ihren Gliederungen und Oberflächen, bei gleichzeitiger Anpassung an die neu entstehenden Bereiche im Umfeld der ehemaligen Schule, und unter Berücksichtigung heutiger Anforderungen an die Barrierefreiheit erfahren.

In Bereichen „ohne direkte funktionelle Aufgabe“ könnten zwischen ehemaligem Schulgelände und ehemaliger Gärtnerei unter Einbeziehung des Bachlaufes Neger kleine Ruhebereiche und natürliche Rückzugsräume für „Alle“ entstehen.

Haus des Gastes

Dem „Haus des Gastes“ käme in einer gesamtheitlich betrachteten Lösung die reine, funktionelle Aufgabe der Aufnahme der zentralen Verwaltungseinheit/-en für die oben beschriebenen Lösungsansätze zu. Die Verbindung erfolgt über das bestehende Straßen- und Wegenetz bzw. fußläufig über eine noch zu schaffende, direkte Verbindung der einzelnen Elemente des Gesamtprojektes.

BEWERTUNG FÜR DEN ORT SIEDLINGHAUSEN
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

• Erhalt der vorhandenen Infrastruktur im Ort und Ortskern
• Ausbau und Aufwertung der Infrastruktur / Attraktivitätssteigerung
• Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen (direkt/indirekt)
• Sicherung der Einwohnerzahl ggfls. Erhöhung
• Hierdurch Vermeidung von Wohnungsleerständen
• Erhalt bzw. Erhöhung der Kaufkraft
• …………………………..

Andreas Schmidt
An der Linde 1
Siedlinghausen

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