Ein 1. Resümee

Sonstige Ideen

Liebes Team von nonconform,
liebe Stadt Winterberg,

ich möchte an dieser Stelle ein 1. Resümee ziehen und etwas konstruktive Kritik und mit einigen Themen / Ideen, die bisher eher eine Randerscheinigung sind, noch einmal versuchen verstärkt mit in den Vordergrund zu rücken.

Nach 2 Workshops und dem ersten digitalen Ideenstammtisch am Mittwochabend fehlt mir in Zeiten von Corona die Akzeptanz der Siedlinghäuser Bevölkerung an den digitalen Bürgerbeteiligungsprozessen teilzunehmen. Die Workshops sind mit rd. 10 bis 12 Teilnehmern nach meiner Einschätzung etwas rar besucht bzw. werden nicht gut angenommen.

Ich habe mehrfach dazu plädiert, diese Veranstaltung in den Herbst bzw. Spätsommer zu verlagern. Wir haben m. E. hier kein Zeitproblem sondern müssen zusehen, dass ein ganzheitliches Konzept auf eine breite Akzeptanz in der Siedlinghäuser Bevölkerung stößt. Und das lässt sich mit digitalen Prozessen nicht bewerkstelligen.

Diesen Auftakt wertet ich als sog. “1. Meilenstein” in der Entwicklung des gesamten Arelas, worauf m. E. insbesondere noch analoge Prozesse in Form von Versammlungen, Bürgerentscheidungen, analogen Workshops, etc. folgen müssen, um im Konsens ein ganzheitliches Rahmen- und Nutzungskonzept für Siedlinghausen zu schaffen. So werden definitiv in naher Zukunft weitere analoge Workshops, die nach Möglichkeit in den Abendstunden fallen, erforderlich sein. Es kann von den BürgerInnen nicht erwartet werden, dass Sie sich wie ich 4 Tage Urlaub nehmen, um am ganzen Prozess teilnehmen und Ihre Ideen, auch als Multiplikatoren, einbringen können.

Das leerstehende Gebäude der Verbundschule ist zum Zweck einer Schule errichtet worden und so sollte nach Möglichkeit dieser Zweck für ein Großteil des Gebäudes erhalten bleiben. Von Seiten der Stadt Winterberg fehlt die klare Aussage, wie es um das bestehende Raumangebot der derzeitigen Grundschule bestellt ist. Eine Schule mit Ihrem vielfältigen Angebot aus Bildung, Betreuung und offenem Ganzttagsbetrieb sollte und muss an einem Standort betrieben werden. Die Chance dies jetzt zu tun ist am größten. Ich möchte in 2-3 Jahren aufgrund steigender Schülerzahlen und dem Bedarf für jedes Kind ein OGS-Platz vorhalten zu müssen, nicht noch über einen Anbau politisch diskutieren und entscheiden. Jetzt ist die Chance vorhanden, die Weichen für unsere Kinder und die Zukunft, langfristig gedacht, konzeptioniert in geordnete Bahnen zu lenken.

Im Vorfeld des Prozesses wurde mit der Ortspolitik bzw. den örtlichen Rtasmitgliedern und der Verwaltung darüber gesprochen, dass der inzwischen unansehnliche Kurpark mit in den Prozess mit eingebunden werden. Die Idee der Ertüchtigung hängt bereits an der digitalen Ideenwand.
Wir geben für diesen Prozess 100 T€ aus, da dürfen die v. g. Themen nicht mit außer acht gelassen werden und sollten mit in den Prozess eingebunden sowie den Workshops auch von Seiten der Moderatoren thematisiert werden. So fehlt m. E. auch ein Workshopangebot zu dem Thema “Orte und Plätze”.

In diesem Prozess ist enorm wichtig, dass die Vielfalt der Anregungen und Meinungen der BürgerInnen aller Altersgruppen hier vertreten und eingebracht wird, aber auch dass jedem einzelnen die Möglichkeit gegeben wird, denen derzeit ein barriererfreier Zugang am digitalen Prozess nicht möglich ist, sich in noch darauffolgenden “analogen” Prozessen uneingeschränkt einbringen können.

– Sebastian Vielhaber –
Ratsmitglied / 1. Vorsitzender Freie Wähler Gemeinschaft

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