Ideenwerkstatt nonconform vor Ort
Die Ideenwerkstatt vor Ort ist eine partizipativer Designprozess, der direkt vor Ort eines geplanten Projektes stattfindet. Im Gegensatz zum typischen Planungsprozess, der im stillen Kämmerlein des Architekten passiert und aufgrund fehlender Kommunikation mit den AuftraggeberInnen und anderen Beteiligten oft zu Fehlentwicklungen führt.
Deshalb starten wir bereits vor der eigentlichen Entwurfsplanung und kommen direkt an den Ort des Geschehens. Dort installieren wir ein temporäres Büro, welches für mindestens 3 Tage für alle Ideen der Beteiligten eines Projektes offen steht. Die Ideenfindung passiert dann im Zuge von offenen Stammtischen, Vorträgen und Diskussionen, gemeinsamer Spurensuche vor Ort und Ideengläsern. Unsere Aufgabe ist dabei weniger die des typische Planers, als vielmehr die des Moderators.
Anschließend sind wir dann für die Filterung und Verdichtung der mannigfaltigen Ideen verantwortlich und entwickeln darauf aufbauend anschauliche, realisierbare Szenarien. Bei einer Abschlussveranstaltung wird von den Beteiligten dann ein Lieblingsszenario gewählt und dessen Umsetzung von uns eingeleitet. Die Ideenwerkstatt nonconform vor Ort lebt von der Beteiligung der Menschen und dem Einbringen ihrer Ideen für die jeweilige Aufgabenstellung.
Die Vorteile der Ideenwerkstatt
Kein Planen für die Schublade mehr Die Integration der Beteiligten in den Planungsprozess führt zu besonders individualisierten Lösungen. Kein Projekt gleicht dem anderen und ist ganz speziell auf die aktuelle Situation und Umgebung abgestimmt.
Architekt ist direkt vor Ort, lernt Umgebung gut kennen Das Architektenteam von nonconform verbringt zumindest drei volle Tage am Ort des neuen Projektes. Dadurch erwerben die Architekten ein substanzielles Verständnis des Kontextes, was für eine gute Gestaltung unerlässlich ist.
Jeder hat eine Stimme und fühlt sich involviert Veränderungen rufen immer widersprüchliche Reaktionen hervor. Werden Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt, kommt es verstärkt zu negativen Reaktionen. Die Beteiligung der BürgerInnen soll den Gestaltungsprozess leiten und transparent machen, damit die Umsetzung bestmöglich akzeptiert wird.
Schafft Vertrauen Die Offenlegung des Prozesses und die intensive Interaktion zwischen Architekt und späterem Nutzer stellt eine gute Basis für gegenseitiges Vertrauen her, die sich auf das Zusammenarbeiten positiv auswirken.
Bessere Kommunikation, weniger Missverständnisse und damit Zeitersparnis Die Anwesenheit des Architekten vor Ort und die Vertrauensbasis, erleichtern die Kommunikation zwischen Auftraggebern, BürgerInnen und Architekten. Damit werden Missverständnisse und unangenehme Diskurse im späteren Verlauf deutlich reduziert. Letztendlich kommt es dadurch auch zu einer, für alle erfreuliche Zeitersparnis.
Integration weiterer Experten Oft werden bei der Entwicklung unserer Projekte weitere, externe ExpertInnen aus den Bereichen Energie, Verkehr, Tourismus, Finanzierung, Landschaftsplanung, Soziologie, Philosophie etc. ins Team geholt. Gerade bei sehr vielschichtigen Aufgabenstellungen und Gegebenheiten ist dies nötig. Durch die unterschiedlichen Hintergründe der Teammitglieder kommt es zu einer Vielzahl von Ideen, auf die ein homogeneres Team wohl kaum gekommen wäre.
Identifikation mit neuer Gestaltung Wenn die BürgerInnen in den Gestaltungsprozess integriert werden, fühlen sie sich später stärker mit dem Objekt verbunden und können sich damit besser identifizieren, weil sie das Gefühl haben, an der Veränderung mitgewirkt zu haben. Dieses Gefühl verstärkt in weiterer Folge auch die Zufriedenheit mit dem Objekt.
>Andere über die Ideenwerksatt (Ein Text des
ETH Zürich architecture journal, geschrieben von
Irene Yerro)