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Rupert Steiner

Nationalparkzentrum Orth/Donau

Der aktuellen friedvollen Nutzung des Auwald-Gebiets entlang der Donau zwischen Wien und Bratislava sind recht kriegerische Zeiten vorangegangen - von der Römerzeit bis in die 1980iger. Nicht weit von Orth fand 1984 die legendäre Besetzung der Stopfenreuther Au durch Naturschützer statt, die eine geplante Rodung des Urwalds für ein Wasserkraftwerk verhinderten. Ihr erfolgreicher Widerstand gegen beginnende Polizeigewalt bewirkte die Umwidmung des Gebiets in einen Nationalpark. Aus einem geladenen Wettbewerb für die Adaptierung des alten Habsburger Schlosses gingen nonconform MAGK synn als Sieger hervor. Die Aufgabe bestand darin, vom Vorplatz des Schlosses ausgehend einen wie Flussarme verzweigten Weg durch diesen Bestand in die dahinter liegenden Auwaldgebiete zu formulieren sowie Veranstaltungs- und Ausstellungsräume zu schaffen. Mit Stahlkonstruktionen, Lochblech-Brüstungen und Zick-Zack-Bewegungen wurden die Erwartungen einer Signal-Architektur realisiert. (Matthias Boeckl, Architektur Aktuell Nr.9/06)

Auftraggeber
Nationalpark Donau-Auen GmbH, Gemeinde Orth an der Donau, Burghauptmannschaft
gemeinsam mit MAGK, synn
Fertigstellung 2004